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Lehrerfortbildung an der KKS „Umgang mit Mobbing„ |
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Neuste Untersuchungen besagen, dass an weiterführenden Schulen fast jeder dritte Schüler schon einmal von Klassenkameraden schikaniert wurde. Mobbing einhergehend mit körperlicher Gewalt wurde von beinahe jedem zehnten Schüler erlebt. Je nach Intensität des Erlebten zeigen sich Folgen, wie Unkonzentriertheit, Essstörungen, Leistungsabfall, Isolation, Schulangst, Depression bis hin zu Suizidgedanken (Studie der Leuphana Universität Lüneburg). Experten fordern insbesondere Lehrer auf, entschiedener gegen Mobbingphänomene an ihrer Schule vorzugehen. Das dass Kollegium der Käthe-Kollwitz-Realschule sich der ernsten Problematik annimmt, zeigte sich jetzt in einer schulinternen Lehrerfortbildung zum Thema „Umgang mit Mobbing“. Sie wurde in Zusammenarbeit zwischen der Arbeitsgruppe „Soziales Lernen“ der Schule mit der Kreispolizeibehörde Minden in dieser Art erstmalig so durchgeführt.
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Von Links:
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Frau Birgit Thinnes, vom
Dezernat Kriminalitätsvorbeugung und Opferschutz, eröffnete den
Fortbildungstag mit einer Definition des Begriffs Mobbing (englisch to mob:
angreifen, anpöbeln, schikanieren). Er bezeichnet aggressive Handlungen,
die sich wiederholt und über einen längeren Zeitraum gegen einzelne
spezifische Personen richten. Die "Mobber" sind dem Opfer dabei meist an
Macht überlegen und das Opfer kann sich aus eigener Kraft nicht aus der
Situation befreien. „Nicht immer lässt sich beim Mobbing eine klare Grenze zwischen Gut und Böse ziehen. Es ist ganz interessant zu wissen, dass die Täter häufig auch Opfer sind, etwa durch erlebte häusliche Gewalt“, erklärte Kommissarin Evers. „Um Mobbing zu verhindern, müssen Lehrer vor allem Hinschauen, Hinhören und Handeln. Die Schule muss Klassenregeln und deutliche Konsequenzen für Verstöße verabreden“, riet Thinnes. Geübt wurde das anhand von unterschiedlichen Fallbeispielen, welche die Arbeitsgruppe „Soziales Lernen“ der Käthe-Kollwitz-Realschule vorbereitet hatte. Verschiedene Kleingruppen entwickelten Handlungsabläufe und praktikable Lösungsansätze. Die sechs Jahrgangstufenteams übertrugen die Erkenntnisse abschließend auf ihre konkrete pädagogische Arbeit in den Klassen. Fortbildungskoordinatorin und Beratungslehrerein Christa Amshoff zeigte sich aufgrund der erzielten Ergebnisse beeindruckt und schloss die Veranstaltung mit den Worten „Jedes Kind hat ein Recht sicher zur Schule zu gehen. Wir Lehrer müssen rechtzeitig konsequent handeln, um nicht mit dem Vorwurf der Fährlässigkeit konfrontiert zu werden. Dafür haben wir jetzt eine verbesserte Arbeitsgrundlage geschaffen“. (c) BZ Feb 2010 |