Projekttag in Zusammenarbeit mit dem
 „Netzwerk Prävention“ in den 7. Klassen

Aufklärung, Information und Beratung

Im Januar 2003 fand ein außergewöhnlicher Projekttag statt. Zum ersten Mal kamen Experten und Expertinnen aus acht  Beratungsstellen des Kreises Minden-Lübbecke an einem gemeinsamen Tag in die Schule, um dort geschlechtshomogene Workshops anzubieten -  vormittags für die SchülerInnen der 7. Klassen und nachmittags für interessierte LehrerInnen.
Die erlebnisorientierten Angebote waren für die Mädchen  

WS 1: 

„Mädchenlust und Mädchenfrust“

ein Workshop rund ums Verliebtsein

 


WS 2:

„Nein heißt Nein“


wie Mädchen sich vor sexuellem Missbrauch schützen können
 

Leitung:

Astrid Stühmeier
Aids-präv. der AWO

Leitung:

Astrid Krämer
Wildwasser Minden e.V.
.......


WS 3:

„Ihr seid stärker als ihr denkt“

Selbstbehauptung und Selbstverteidigung mit WEN-DO

WS 4:

"Der Joint ist heiß"

die Arbeit einer Drogenberatungsstelle

Leitung:

Susanne Steuber
Wen-Do-Trainerin

Leitung:

Sabine Schulz
Drogenberatungsstelle Minden
Die erlebnisorientierten Angebote waren für die Jungen

WS 1:

„Let`s talk about Sex“

Expertenrunde nur für Jungen

WS 2:

Wenn der mich so anfasst...

sexueller Missbrauch - ein Thema auch für Jungen

Leitung:


Uwe Bleicher

Leitung:

Franz Gerd Ottemeier-Glücks
......

WS 3:

Gewalt ? - muss nicht sein

ein Workshop für ein gewaltfreies Miteinander


WS 4:

... zu stark für Drogen !

was Du immer schon zum Thema Drogen wissen wolltest

 


Leitung:

Michael Wehrmann
Kriminalpolizei Minden, Dezernat Vorbeugung

Leitung:

Peter Schuhmacher
Kriminalpolizei Minden, Dezernat Vorbeugung

Die gemeinsamen Ziele aller Workshops waren soziale Kompetenzen der Jugendlichen zu stärken, die Hilfsangebote der Beratungsstellen bekannt zu machen und Jugendliche zu ermutigen in schwierigen Situationen diese Beratungsstellen aufzusuchen. Hierbei galt es auch die Synergieeffekte aus den unterschiedlichen Bereichen der Prävention zu nutzen.

Mit viel Lust am Thema, so die einhellige Meinung der außerschulischen Experten, konnten sich die Schüler und Schülerinnen dann über die Methode des „Lebendigen Lernens“ mit den Inhalten der Veranstaltung auseinandersetzen. So half beispielsweise ein „Verhütungskoffer“ mit unterschiedlichsten Utensilien bei der Frage „Wie werde ich nicht ungewollt schwanger?“. Die praktische und vor allem richtige Arbeit mit dem Kondom gehörte natürlich ebenso dazu, wie die Wissensanreichung über Quizrunden.

Ist es schon sexueller Missbrauch, wenn ein Opa seinen Enkel nackt fotografiert? Was tun, wenn ich sexuell belästigt werde? Wie kann ich Mobbingattacken oder anderen Gewaltformen in der Schule begegnen? Wie kann ich Hilfe in Notsituationen bekommen? Darf ein 14-jähriger rauchen? Was sagt eigentlich das Gesetz dazu? Wovon kann ich eigentlich süchtig werden? Dies waren andere, aber nicht minder intensiv diskutierte Fragen.

Und wer glaubte Mädchen haben wenig Körper- und Willenskraft, der musste nur einige Minuten im Selbstbehauptungs- und Selbstverteidigungskurs zuschauen, um vom Gegenteil überzeugt zu werden.

Und fast am besten fanden die Schüler, dass die Workshops ohne Anwesenheit der Lehrer stattfanden. „Endlich mal keine Notengebung und man traut sich auch ganz intime Fragen zu stellen“. Also alles in allem ein gelungenes Projekt, dessen Inhalte es in der Zukunft seitens der Schule weiter zu vertiefen gilt.

Ansprechpartnerin: Christa Amshoff,    Februar 2003