Zwei Physiotherapeutinnen zu Gast an der Käthe-Kollwitz-Schule

„Schulranzen-TÜV“ und Haltungsschulung

  Klasse 5b

Passend zum Beginn des Schuljahres führten zwei Physiotherapeutinnen mit den Schülern und Schülerinnen der Klassen 5a-c der Käthe-Kollwitz-Schule einen sogenannten Schulranzen-TÜV durch.

 Grund: Gerade die Neuankömmlinge bringen häufig jedes Buch und jedes Heft jeden Tag mit in die Schule. 5-7 kg wiegt fast jeder Schultornister. Dadurch werden die Kinder stark belastet. Zu schwere Ranzen und damit einhergehendes ungünstiges Bewegungsverhalten verursachen Muskelverspannungen und sorgen für Haltungsschäden.


Frau Alexandra Dehne (Physiotherapeutin, Kinder- und Babymassagelehrerin) arbeitete das zweistündige Programm für die Kinder der fünften Klassen aus. Nach einigen kooperativen Bewegungsspielen standen zunächst biologisch-medizinische Fragen im Vordergrund. Anhand eines Wirbelsäulenmodells wurde u.a. die Funktion der Wirbelkörper und der Bandscheiben schüleradäquat erläutert. Beispiele falschen Trageverhaltens und der entsprechenden Auswirkungen auf die Wirbelsäule folgten. Das man den Ranzen immer auf dem Rücken trägt und wie man richtig, also rückenfreundlich, auf einem Stuhl sitzt, lernten die Schüler im Anschluss durch praktische Erfahrung. Hier durften sie auch mal in der sog. „Zuhörerhaltung“, nämlich auf einem umgedrehten Stuhl, sitzen.

Besonders spannend gestaltete sich das Wiegen der Rucksäcke und der Kinder selbst. Ein gepackter Schulranzen darf nämlich nicht mehr als 10% des Körpergewichts seines Trägers wiegen. Das Ergebnis dieser Untersuchung war auch hier ungünstig: Fast ¾ aller Kinder hatten zu schwere Tornister.


Daher waren die „Ranzen-Pack-Tipps“ unbedingt nötig, um den Kindern zu verdeutlichen, wie sie die Tasche sinnvoll packen, damit sie keine Wirbelsäulenschädigungen davontragen. Begleitende Ausgleichsgymnastik rundete die gelungene Veranstaltung ab. Ganz im Sinne „gesunder Kinder“. Denn an der Käthe-Kollwitz-Realschule soll nicht, so wie durchschnittlich in deutschen Schulen ermittelt, jedes fünfte Kind von Haltungsschwächen und Haltungsschäden betroffen sein.

         
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