„Alkohol am Arbeitsplatz
- ein Problem?“
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Ein weiterer Baustein innerhalb der Kooperation zwischen der BASF PharmaChemikalien GmbH & Co.KG, Werk Minden und der Käthe-Kollwitz-Schule ist mit Erfolg in Angriff genommen worden. Drei BASF-Mitarbeiter berichteten in der Schule über das Thema: „Suchtmittelmissbrauch – ein Problem im Betrieb!?“ Die Schüler und Schülerinnen zweier Biologiekurse aus der achten Jahrgangsstufe erhielten dabei einen sehr detaillierten Einblick in das komplexe und zugleich heikle Themengebiet. Denn die Volksdroge Nummer 1 – der Alkohol – macht auch an einem Werkstor nicht halt. Die entsprechenden Erfahrungsberichte der Mitarbeiter gestalteten den Unterricht realistisch, lehrreich und spannend zugleich. Es zeigte sich wieder einmal, wie wichtig die „Öffnung der Schule“ durch Einflechtung „außerschulischer Experten“ für den Bildungsprozess junger Menschen ist. |
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Die BASF-Mitarbeiter Herr Seiffart (betrieblicher Suchtkrankenhelfer), Herr Ohlf (Sachkundiger) und Herr Biedermann (Planung und Koordination / Öffentlichkeitsarbeit) hatten ein zweistündiges Programm schülergerecht ausgearbeitet. Dies natürlich auch vor dem Hintergrund, dass Schüler und Schülerinnen dieser Jahrgangsstufe sehr oft gerade in diesem Alter ihre ersten intensiven Alkoholerfahrungen machen. Diese Jugendlichen sind ein oder zwei Jahre später eventuell Auszubildende in diversen Betrieben. Bedenkt man weiterhin, dass 5% aller in Deutschland Beschäftigten alkoholkrank bzw. sogar 16% alkoholabhängig sind, so wird deutlich, dass Handlungswissen zu diesem Thema nicht früh genug vermittelt werden kann. Die Schüler und Schülerinnen wurden zunächst mit den Folgen für ein Unternehmen konfrontiert, welche z.B. eine geminderte Arbeitsleistung und Arbeitsqualität, ein 16mal höherer Krankenstand sowie ein gestörtes Arbeitsklima sind. Anschließend wurde ihnen verständlich gemacht, warum bei der BASF ein generelles betriebliches Alkohol- und Suchtmittelverbot existiert, welche Pflichten für Mitarbeiter (z.B. Gefahrvermeidung) aber auch für Vorgesetzte (z.B. Verantwortung für Arbeitssicherheit) bestehen und welche rechtliche Konsequenz ein Suchtmittelmissbrauch für den Arbeitnehmer nach sich ziehen kann. Weiterhin wurden die Themen Restalkohol, Nachweismöglichkeiten für Alkoholkonsum und Schwierigkeiten bei der Diagnostik dieses Missbrauchs behandelt. Erstaunt zeigten sich die Schüler über eine Betriebsvereinbarung der BASF, welche durch einen 4-Stufen-Hilfeplan Mitarbeitern mit Alkoholproblemen „unter die Arme greift“, anstatt sie einfach zu entlassen. Am betroffensten reagierten sie dagegen, als am Ende über die Auswirkungen von Alkoholmissbrauch auf die Familie gesprochen wurde. Hier überzeugten Herr Ohlf und Herr Seiffart durch erschütternde Erlebnisberichte. Die Schüler merkten schnell: Alkohol macht auch vor den eigenen vier Wänden nicht halt. So waren sich den am Ende die BASF Mitarbeiter im Gespräch mit Kooperationsmanager und Biologielehrer Herr Broziewski in einem Punkt sofort einig: „Das führen wir unbedingt wieder durch. Dieser Baustein wird für die Zukunft fest verankert in die „Projektwoche Sucht“ der KKS aufgenommen.“ |
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Juli 2004 BZ |
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