Gemeinsamer Physikunterricht
von Käthe-Kollwitz-Schule und BASF

Die Zusammenarbeit zwischen Schule und Wirtschaft soll der Optimierung des Schulunterrichtes auf beiden Seiten dienen.

Azubis von BASF und SchülerInnen der KKS

Gemeinsam mit den Auszubildenden erleben Schüler der naturwissenschaftlichen Kurse (Jg. 10) einen Vormittag lang einen praxisorientierten Physikunterricht in den Labor- und Ausbildungsräumen der BASF. Ausbilder Jürgen Kalwa und Physiklehrer Siegfried Winkler haben ein Thema ausgewählt, das sowohl den Lehrplänen der Schule als auch der Ausbildungsordnung für Chemikanten entspricht:

"Die Dichte von festen, flüssigen und gasförmigen Körpern"

In Kleingruppen mit anwendungsbezogenem Experimentalunterricht vertiefen Diskussionen zwischen SchülerInnen und Auszubildenden  die Arbeit. So bemerken die SchülerInnen, wie wichtig und gefragt das erworbene Schulwissen für die Ausbildung ist. Darüber hinaus erfahren sie, dass die Mathematik ein wesentliches Mittel zur Lösung von Problemen in der Technik ist.

© WK Februar 2001

 

Gemeinsamer Technikunterricht
der KKS und der BASF

Die Käthe-Kollwitz-Schule und ihr Partnerbetrieb BASF führten erstmals einen gemeinsamen Technikunterricht für Schüler und vor allem für Schülerinnen zusammen mit den Auszubildenden in der Werkstatt der BASF durch. Diese Zusammenarbeit gibt nicht nur den immer gewünschten Einblick in die reale Arbeitswelt, sondern sollte auch Motivation für die praktische Arbeit sein. Durch die eigene Tätigkeit an einem Werkstück können die SchülerInnen technische und handwerkliche Arbeit von anderen besser einschätzen und bewerten.

Die Schülerinnen und Schüler des naturwissenschaftlichen Kurses der 10. Klassen haben mit ihrem Physiklehrer Siegfried Winkler einen Vormittag lang eine praxisbezogene

Verkabelung einer Wechselschaltung

mit zwei Schaltern, Verteilerdosen, Lampen und Sicherungen sowie zwei Steckdosen in Parallelschaltung hergestellt, wie sie auch in Haushalten anzutreffen sind. Dabei sind die Begriffe Außenleiter, Neutralleiter und Schutzleiter angewendet worden. In einem theoretischen Teil wurden die Elektrowerkzeuge vorgestellt und erläutert.
Die Durchführung dieses Themas wurde vom Physiklehrer Herrn Winkler und dem Ausbildungsbeauftragten der BASF, Herrn Schmidt, gemeinsam geplant. Herr Schmidt beaufsichtigte auch die praktischen Arbeiten der SchülerInnen und der Azubis in den betriebseigenen Werkstätten.
Eine Besonderheit war die Einzelarbeit an sechseckigen Werkbänken mit je 5 Arbeitsplätzen, so dass die SchülerInnen auch die Arbeiten ihrer NachbarInnen beobachten konnten. Die Auszubildenden halfen mit nützlichen Ratschlägen und handwerklichen Tipps über manche Schwierigkeiten hinweg. Außerdem wurde hier zugleich das Lesen von technischen Schaltplänen geübt, die doch anders aussahen als die in den Schulbüchern. Die SchülerInnen lernten, zwischen Installationsplan und Stromlaufbahn zu unterscheiden.
Gute Allgemeinbildung und gute berufliche Ausbildung in Schule und Betrieb haben viele Berührungspunkte.

                                          ©  Winkler Juni 2001