Sechstklässler übernehmen Patenschaft für einen Stolperstein

Ein Wandertag, an dem man sich bloß etwas anschaut, kann relativ schnell in Vergessenheit geraten, auch wenn man dabei den „Pfad der Erinnerung“ beschreitet. Die Klasse 6C der Käthe-Kollwitz-Realschule machte sich nach einem Synagogenbesuch auf, den „Pfad der Erinnerung“ zu gehen. Dieser Pfad besteht aus mehreren Stolpersteinen, die vor den Häusern der Opfer des Naziregimes liegen.
Vor der Verlegung Der Künstler Gunter Demning und unser Konrektor Hans Linnemann Der Stolperstein, für den die Klasse 6C die Patenschaft übernommen hat Die Anwesenden bei der Stolpersteinverlegugn

Felix Ern verliest den Text für die beiden Schwestern

Am 21. November 2005 verlegte der Kölner Künstler Gunter Demning die ersten Stolpersteine in Minden. „Die Steine gegen das Vergessen“ sollen an die Opfer des Holocaust erinnern. Mittlerweile gibt es über 22.000 Stolpersteine in Europa. In Minden wird das Projekt, welches über Spenden finanziert wird, von der Aktionsgemeinschaft Friedenswoche Minden e.V. (Friwo) geleitet und organisiert. Am 12. März wurden in Minden vor dem Haus Kampstr. 27 zwei weitere Stolpersteine für die beiden Schwestern Emma Friederike und Frieda Meier  verlegt.

Bewegt von dem Schicksal der Opfer, entschied sich die Klasse 6C eine Patenschaft für einen Stolperstein zu übernehmen. Durch diverse Verkaufsaktionen wurden 95€ für eine Patenschaft eingenommen und der Friwo übergeben. Auf Wunsch der Schüler wurde auch der Text für die beiden ermordeten Schwestern von Schülern der Klasse verlesen.

Die Schüler der Klasse 6C haben damit einen zweifachen Schritt gegen das Vergessen unternommen. Sie haben dafür gesorgt, dass Emma Friederike und Frida Meier nicht in Vergessenheit geraten, wodurch auch der Wandertag eine bleibende Erinnerung bei den Schülern hinterlässt.

Felix im Gespräch mit der Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger

Stolpersteine für die beiden Schwestern