Tag der offenen Tür

Sanitäter kümmern sich um blutig zugerichtete Schüler, leichter Qualm zieht aus chemischen Fachräumen, Erwachsene halten sich Lineale auf die Nasenspitze – das und noch viel mehr erlebten Kinder und Ihre Eltern beim „Tag der offenen Tür“ an der Käthe-Kollwitz-Realschule. Letztere stellten sich dabei folgende Frage: Welche Schule ist die richtige für mein Kind? Zur Erleichterung der wichtigen Entscheidung bot die Schule einen Tag zum gegenseitigen Kennen lernen an. Die Käthe-Kollwitz-Realschule öffnete in der letzten Woche ihre Türen, um Eltern und Viertklässler mit ihrem Konzept vertraut zu machen.

die  Natur-wissenschaften:
Schülerfirma      
  Biologie   Chemie
Schul-Sanitäts-Dienst
 

Nach dem Auftritt der Schulband informierte Schulleiterin Frau Gabriele Cäsar-Suttmann die Besucher über viele wichtige pädagogische und organisatorische Merkmale der Realschule. So bietet die KKS als Halbtagsschule ein verlässliches freiwilliges Nachmittagsangebot mit der Möglichkeit, in der Mensa Mittag zu essen. Neben einer Hausaufgaben- und Nacharbeitsbetreuung steht auch eine betreute Schülernachhilfe im Angebot. Ein zusätzliches „Schüler helfen Schüler“ Nachhilfe-Programm“ kann optional für die eigene Leistungsverbesserung gebucht werden. Für die weitere sinnerfüllte Nachmittagsgestaltung bietet die KKS einen PC-Schreibkurs, einen LRS-Kurs, eine Chorteilnahme, eine Lese- und Spielecke und eine Vielzahl von Arbeitsgemeinschaften (Basketball, Fussball, Handball, Musik, Schulgarten und Umwelt) an.

 
Förderung

Das neue individuelle Förderkonzept der Schule, für das die KKS jüngst das Gütesiegel „Individuelle Förderung“ der Landesregierung NRW erhalten hat, wurde ebenfalls beispielhaft thematisiert. Die Breite und Fülle dieses Angebots ermöglicht den Schülern Wege zu finden, die ihrem Lerntyp und ihrem individuellen Lernverhalten in optimaler Weise entsprechen. Unterstützt wird das Konzept durch die schon jahrelang durchgeführte Vermittlung von Lernkompetenz („Lernen lernen“). Es gehört zum besonderen Profil der Schule, dass Schüler in allen Jahrgangsstufen Lern- und Arbeitstechniken im Bereich der Eigenorganisation des Lernprozesses üben. Kooperative Lernformen haben dabei herausragende Bedeutung. In die einzelnen Module dieser Methodenvermittlung werden inzwischen sogar Elemente des Kommunikations- und Teamtrainings eingebaut.

         

Bei auftretenden schulischen oder auch privaten Problemen helfen neben den Lehrkräften auch die SiS-Leute (Seniorpartner in School) weiter. Diese ausgebildeten Schulmediatoren waren gut besucht und vermittelten vielen Besuchern ihren pädagogischen Leitgedanken:
 
„Nur wer den Kopf frei hat, kann sich auf das Wesentliche konzentrieren“.

Beratung
    Religion Schul-Kleidung Fremdsprachen
         

Eine weitere Besonderheit an der KKS ist der Schulsanitäterdienst. Ausgebildete Schüler-Schulsanitäter präsentierten ihr Können in nachgespielten Unfallsituationen mit „echt geschminkten blutigen Opfern“ und boten Mitmachaktionen für die Jüngsten an. Diese konnten sich dann mal ohnmächtig fallen lassen und erlebten hautnah das komplette Erste-Hilfe-Programm inklusive Abtransport mit der Tragbahre. Die Schulsanitäter arbeiten seit 4 Jahren mit sehr großem Erfolg an der Schule und verarzteten schon viele kleine und größere Blessuren bei ihren Mitschülern.

Über die gute Ausstattung mit Computern konnten sich alle Besucher während der Schulerkundung überzeugen. Die Förderung von Medienkompetenzen wird durch zwei vorhandene Informatikräume und viele PC´s in Fach- und Klassenräumen auf eine solide Basis gestellt. Ein „Computerquiz“ führten die jungen Besucher bei Interesse selber durch. Eifrig nutzen die Kinder auch die Gelegenheit zur Teilnahme am Vorführunterricht in den Hauptfächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Französisch. Reichlich Gedränge herrschte zu diesen Zeiten in den Klassenräumen.

Besonders hoch im Kurs lagen bei den Kindern die Naturwissenschaften. Hierbei kam die Vorstellung von Experimenten sehr gut an, denn die Kinder und Eltern wurden aktiv in die Versuche eingebunden. So ermittelten die Gäste in Biologie mit Hilfe eines Lineals ihren optischen „Nahpunkt“ und bestimmten ihren eigenen „Body-Mass-Index“. Von nebenan zog derweil schon Verbrennungsgeruch aus dem Chemieraum in den Flur, der unweigerlich entsteht, wenn Glasrohre unter Flammeneinsatz gebogen werden. Auch hier begleiteten ältere KKS-Schüler viele kleine und große - z.T. auch explosive - Versuche. In der Physik dagegen ging es etwas beschaulicher zu, wenn es beispielsweise darum ging, eine totale Sonnenfinsternis mit Modellen nachzustellen.

Wer mehr musisch veranlagt war, der war in den Fachräumen für Kunst, Textilgestaltung und Musik richtig aufgehoben. Kleine Malereien und Bastelarbeiten konnten selbstständig angefertigt und mit nach Hause genommen werden. Das eine oder andere Blasinstrument ertönte dann auch in anderen Klangfarben, als normalerweise gewohnt. Abschließend gönnten sich viele Eltern und Kinder noch einen kleinen Imbiss in der schon weihnachtlich geschmückten Cafeteria und verließen dann mit vielen neuen Eindrücken die Realschule.

     
(c)  BZ